Hypnotherapie

Die Hypnotherapie wurde durch etliche kontrollierte Studien, als therapeutisch tiefgreifende Methode belegt. Sie ist einer der am eingehendsten geprüften Psychotherapieverfahren überhaupt.

Hypnose ist kein Mysterium, das von Showhypnotiseuren missbraucht wird, um ihren „Opfern“ ihren Willen aufzuzwingen. Dank dieser Bühnenhypnotiseure ist leider der Irrglaube weit verbreitet, dass der Klient in Hypnose vollkommen weggetreten ist und willenlos ausführt, was ihm aufgetragen wird.

Dies hat alles überhaupt nichts mit Hypnotherapie zu tun!

Die Hypnotherapie beruht darauf, dass sich der Mensch aus freien Stücken und ohne Forcierung von dritten oder gar dem „Hypnotiseur“, für eine Hypnotherapie entscheidet und sich in Trance führen lässt.

Das oben genannte „Willen aufzwingen“ ist absolut kontraindiziert, da im Inneren des Menschen oftmals schon viele Zwänge vorhanden sind. Er konsultiert den Therapeuten, weil er nicht mehr Herr oder Frau seines eigenen Lebens ist. Er ist es, der wieder die Herrschaft über sein Leben erlangen will – nicht der „Hypnotiseur“.

Warum die Menschen durch die Hypnose in Trance versetzt werden hat folgende Gründe:

Trance verhilft dem Menschen in tiefere Bewußtseinsebenen zu gelangen. Die meisten unverarbeiteten Erlebnisse / Traumen werden von den Menschen – aus Unfähigkeit sie zu verarbeiten, oder weil der Schmerz unerträglich ist – in das Unterbewusstsein abgeschoben. Daraus entsteht der Trugschluss, er hätte das Problem beseitigt. Weit gefehlt: Die Problematik wurde weder beachtet, noch in Angriff genommen, sondern nur verschoben – drag and drop – in das Unterbewusstsein.

Dies könnte man auch die „Vogel-Strauß-Taktik“ nennen, oder mit einem kleinen Kind vergleichen, das die Augen schließt und meint dadurch nicht mehr gesehen zu werden. Dass diese Taktik auf Dauer nicht funktioniert liegt auf der Hand. Schlimmer noch, die Erlebnisse gären im Unterbewusstsein weiter. Nun wird reflektorisch schön der Deckel drauf gehalten - das Problem wird weiter und tiefer verdrängt. Dass kann eine gewisse Zeit gut gehen, jedoch ist das Überkochen abzusehen.

Es kommt zu psychosomatischen Erkrankungen (z.B. Schmerzen ohne Befund, Reizdarm-Syndrom, Fibromyalgie, im schlimmsten Fall Krebs). Es können sich aber auch psychische Erkrankungen manifestieren, wie der Zwang die Hände zu waschen, Kontrollzwang, Halluzinationen, Angst das Haus zu verlassen, Anorexia nervosa, Manie, Depression, Aggression, Alkohol, Drogen, Suizid.

Um das Wiederauffinden, der so sorgsam vergrabenen Traumen zu ermöglichen, ist die Hypnotherapie und Trance ein hervorragendes Hilfsmittel. Traumen können wieder erkannt und aufgearbeitet werden. Dazu begleitet der Therapeut den Patienten auf seinem Weg ins Unterbewusstsein, bei der Gegenüberstellung mit dem Erlebten und führt ihn wieder in das Bewusstsein zurück.

Bei den ersten Sitzungen kann es passieren, dass der Klient meint er wäre nicht in Trance gewesen und hätte sich weder entspannt, noch mit seinem Unterbewusstsein kommuniziert. - Vollkommen verständlich, der Klient hat sich über Jahre der Ignoranz des Unterbewussten, immer weiter von sich selbst entfernt. Es nur logisch, dass er erst wieder lernen muss, das Unterbewusstsein zu akzeptieren, dann wird auch die Kommunikation mit demselben wieder möglich. Dazu bedarf es einfach Zeit und ein bisschen Geduld mit sich selbst.

Was ist Trance?

Trance ist ein Zustand zwischen Wachsein und Schlaf. Trance erleben wir fast täglich in unserem Alltag:

  • ein Kind das Fern sieht
  • während hochkonzentriertem Arbeiten – man nimmt sein Umfeld nicht mehr wahr – man ist vollkommen eingenommen von seiner Aufgabe.
  • ein spannendes Buch lesen
  • Schlafwandeln
  • verliebt sein
  • langes Tanzen
  • Musik hören
  • Meditation
  • Rollenspiele
  • tiefe Entspannung
  • im negativen Sinne: Drogenrausch, schwere depressive Phasen, Autismus.

Der Trancezustand wird von einem erfahrenen Therapeuten, Hypnotiseur, Heiler oder Schamanen eingeleitet.