Komplexmittel-Therapie

Homöopathischen Komplexmitteln werden aus mehreren homöopathischen, Niedrigpotenzmitteln zusammengesetzt. Die kombinierten Mittel ergänzen sich in ihrer Wirkung und sind relativ leicht auszuwählen. Sie wirken eher nach dem Gießkannenprinzip und können als Breitband-Homöopathikum bezeichnet werden.

Die Auswahl von homöopathischen Komplexmitteln ist einfacher und weniger aufwendig als die zielgenaue Suche nach einem passenden Einzelmittel. Diese müssen sehr gezielt und spezifisch ausgewählt werden, es bedarf einer ausführlichen Repetorisation, siehe klassische Homöopathie.

Die Auswahl des Komplexmittels erfolgt rein nach der Symptomatik der Erkrankung und ist daher allein für die Symptommilderung bei Akuterkrankungen geeignet. Komplexmittel wirken nicht in die Tiefe und haben kaum Einfluss auf die Konstitution des Erkrankten.

Böse Zungen behaupten, Komplexmittel sind die Schulmedizin der Heilpraktiker.

Warum ich dennoch Komplexmittel einsetze?

Als Akutmittel können Komplexmittel gut angewendet werden, z.B. bei fieberhaften Infekten, Heuschnupfen, Prellungen, u.s.w. Bei akuten, psychosomatischen Schmerzschüben, z.B. Migräne, Fibromyalgie, ist es sinnvoll zuerst den Akutschmerz zu nehmen. Der Patient wird entlastet und er kann wieder Kraft sammeln, denn nun kann der Betroffene wieder klar denken. Eine triefgreifende Therapie kann begonnen werden, um Ursachen und Auslöser der Schmerzattacken zu behandeln.