Vitamin C – Therapie

Fast alle pflanzlichen und tierischen Lebewesen können aus Glucose Ascorbinsäure synthetisieren. Menschen, Primaten und Meerschweinchen haben durch eine Genmutation die Fähigkeit der Ascorbinsäure-Synthese verloren und können mit der Nahrung aufgenommenes Vitamin C auch nicht speichern. Eine orale und/oder parenterale Versorgung mit Vitamin C ist also unerlässlich, da der Mensch – je nach Gesundheitszustand - 250mg bis 3000mg Vitamin C pro Tag benötigt. Eine Zitrone beinhaltet ca. 50mg.

Dazu reichen 150mg pro Tag bei Weitem nicht aus. Die Meinung, dass Ascorbinsäure-Gaben über 150mg über den Urin wieder ausgeschieden werden, ist insofern nicht richtig, da im menschlichen Organismus ein stetiger Mangel an Vitamin C vorherrscht. Das Gewebe muss also erst wieder mit Vitamin C aufgefüllt werden und der optimale Pegel gehalten werden. Dazu reichen 150mg, zumeist chemisch hergestellte, Ascorbinsäure bei Weitem nicht aus.

Eine erhöhte Gabe von natürlichem Vitamin C wirkt sich auch nicht belastend auf die Nieren aus, wie gerne behauptet wird, lediglich bei Steinleiden (Oxalatsteinen) sollte eine Gabe von 7,5g nicht überschritten werden.

Kontraindiziert ist die Vitamin C-Therapie bei Einnahme von Gerinnungshemmern, da die Wirkung verstärkt werden kann. Es sei erwähnt, dass eine frühzeitige, präventive Vitamin C-Therapie eine Behandlung mit Gerinnungshemmern herauszögern, oder günstigsten Falls sogar verhindern kann.

Aufgaben der Ascorbinsäure und folgen von Vitamin C-Mangel:

Stimulation der Leukozyten:

Ascorbinsäure-Mangel in den Leukozyten führt zur Bewegungseinschränkung der Zellen und verminderter Phagozytoseaktivität = die Fresslust ist gehämmt.

Die Leukozyten kommen zu spät und in unzureichender Anzahl am Einsatzort, Entzündungsherde oder Tumoren, an.

Krebspatienten weisen fast immer einen erheblichen Vitamin C-Mangel auf.

Stimulierung der körpereigenen Abwehr:

Durch die Gabe hoher Vitamin C-Dosen nimmt die Immunglobulin-Synthese zu und damit eine Steigerung der spezifischen Abwehr.

Stimulierung der Interferon-Synthese:

Interferone spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Viruserkrankungen und der Krebsprävention.

L. Pauling hat nachgewiesen, dass eine höhere Aufnahme von Vitamin C, eine höhere Interferonausschüttung zur Folge hat.

Literatur: Pauling L. Das Vitamin Programm, Münchner Goldmann Verlag, 6. Auflage.

Stimulierung der Freisetzung von T-Lymphozyten.

Prävention maligner Erkrankungen und Intoxikation:

Ascorbinsäure ist in der Lage

  • Blei
  • Cadmium
  • Quecksilber

zu eliminieren.

Die hochgiftige Wirkung von Chrom kann vermindert werden.

Vitamin C Mangel-Erscheinungen

  • Verminderte Leistungsfähigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit
  • erhöhte Blutungsbereitschaft
  • Parodontose
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • verzögerte Wundheilung
  • verminderte Eisenaufnahme

Prävention

  • Arteriosklerose = Gefäßverengung
  • Angina Pectoris
  • Schlaganfall
  • Thrombose- / Emboliegefahr
  • Arthritis
  • Senilität
  • Demenz
  • Krebserkrankungen
  • im Rahmen einer Osteoporose Prävention

Indikationen hochdosierter Vitamin C Gaben

  • Frühjahrsmüdigkeit
  • Leistungsminderung
  • psychischer und physischer Stress
  • Infektanfälligkeit
  • bestehende Infekte, bakteriell und viral
  • Unterstützung der Rekonvaleszenz
  • Neigung zu Nasen- und Zahnfleischbluten
  • Dekubitus = Wundliegegeschwüre
  • offene Beine = Ulcus cruris
  • Verbrennungen
  • Allergische Erkrankungen
  • rezidivierende Atemwegserkrankungen
  • Menstruationsbeschwerden
  • bei Tendenz zu Frakturen = Knochenbrüchen
  • Erhöhung der Leistungskapazität und der O2-Dauerleistungsgrenze bei Leistungssportlern